MCP+ — KI-Anbindung für Dolibarr

MCP+ verbindet KI-Assistenten wie Claude oder ChatGPT direkt mit Dolibarr — als natives Modul, mit eigenem Token je Client und lückenlosem Zugriffsprotokoll.

Funktionen

  • Natives Dolibarr-Modul — kein zusätzlicher Serverprozess, keine Bridge, kein Eingriff in den Dolibarr-Kern
  • 57 Werkzeuge in 9 Kategorien: Tickets, Geschäftspartner, Kontakte, Produkte, Rechnungen, Aufträge, Projekte, Benutzer und Systemabfragen
  • Ein eigenes Token je Client, gebunden an einen Dolibarr-Service-Benutzer — dessen Rechte gelten für jeden Zugriff
  • Nur-Lesen-Modus und Kategorien-Freigabe je Token: Schreibende Werkzeuge lassen sich vollständig ausblenden
  • OAuth 2.1 für claude.ai und ChatGPT, mit Freigabeseite direkt in Dolibarr
  • Getrennte IP-Freigabelisten, Rate-Limit, Ablaufdatum je Token und sofortiger Widerruf per Klick
  • Protokoll jedes einzelnen Zugriffs mit Filtern, Sortierung und einstellbarer Aufbewahrungsdauer
  • Läuft auf Dolibarr 20.0 bis 24.0, mandantenfähig (Multicompany)

Wofür das gebraucht wird

„Welche Tickets warten noch auf eine Antwort?“, „Welche Rechnungen sind seit über 30 Tagen offen?“, „Lege einen Auftrag für diesen Kunden an“ — solche Fragen beantwortet ein KI-Assistent nur, wenn er die Daten wirklich sieht. Bisher hieß das: Daten exportieren, kopieren oder einen zweiten Server betreiben. MCP+ öffnet stattdessen genau einen kontrollierten Weg in die bestehende Dolibarr-Installation.

Ein typisches Beispiel zeigt die folgende Auswertung: gefragt war der Umsatz je Kunde im ersten Halbjahr, gegenübergestellt über drei Jahre. Der Assistent liest die Rechnungen selbst aus Dolibarr, rechnet die Halbjahre gegeneinander und bereitet das Ergebnis auf — kein Export, keine Tabellenkalkulation, keine Kopie der Daten außerhalb des Systems.

KI-Assistent wertet über MCP+ die Dolibarr-Rechnungsdaten aus: Balkendiagramm der umsatzstärksten Kunden im ersten Halbjahr 2024, 2025 und 2026
Beispiel aus einer Demo-Installation: Auf eine Frage in Alltagssprache holt sich der Assistent die Rechnungsdaten über MCP+ aus Dolibarr, vergleicht die Halbjahre und stellt das Ergebnis dar.

Wer was sehen darf

Jeder Client bekommt sein eigenes Token; in der Datenbank liegt davon nur ein Hashwert, der Klartext ist genau einmal sichtbar. Das Token hängt an einem Dolibarr-Benutzer — mehr als dessen Rechte kann der Assistent nie sehen, und schreibende Zugriffe lassen sich pro Token komplett abschalten. Anschließend steht im Protokoll jeder Aufruf mit Zeitpunkt, Token, IP-Adresse, Werkzeug und Ergebnis, auch die abgewiesenen.

Warum kein externer MCP-Server

Übliche MCP-Anbindungen für Dolibarr sind eigenständige Python- oder Node-Prozesse, die über die REST-Schnittstelle mit einem einzigen API-Schlüssel zugreifen — dieser Schlüssel darf dann alles. MCP+ läuft stattdessen im Webserver der Dolibarr-Instanz mit und greift direkt über deren Objektklassen zu: Geschäftslogik, Trigger und die Mandantentrennung wirken automatisch. Es gibt keinen weiteren Dienst, der installiert, überwacht und aktualisiert werden muss, und keine Zwischenschicht, die Daten sieht.

Testen und beziehen

Das Modul läuft auf Dolibarr 20.0 bis 24.0 und setzt PHP ab 8.1 voraus. Es ist im Dolistore erhältlich; die Einrichtung — vom Service-Benutzer mit passend beschnittenen Rechten bis zur Verbindung mit Ihrem KI-Client — übernehmen wir auf Wunsch gemeinsam mit Ihnen.

Module wie dieses entstehen aus konkreten Kundenprojekten — wie solche Anpassungen ablaufen, steht unter Customizing. Weitere Erweiterungen: Modulübersicht.

Interesse an diesem Modul?

Wir richten das Modul in Ihrer Dolibarr-Installation ein und passen es bei Bedarf an Ihre Abläufe an.